27.07.2025, 12:15 Uhr
Navenda Nûçeyan (K24) – Das Kurdische Institut von Lausanne (IKL) anlässlich des 101. Jahrestags der Unterzeichnung des Vertrags von Lausanne und unter Beteiligung von kurdischen Politikern, Akademikern und Juristen eine Konferenz mit dem Titel „Die Rechte der Kurden und die Zukunft Kurdistans“ veranstaltet. Am Ende der Konferenz wurde eine Erklärung veröffentlicht, in der betont wurde, dass „Kurdistan ein nationaler Staat ist“, und in der die Einheit der Kurden als Grundlage für den Frieden in der Region gefordert wurde.
Die Konferenz fand im Chateau d’Ouchy in der Stadt Lausanne in der Schweiz statt und umfasste drei Hauptsitzungen. In den Sitzungen wurden die historischen und rechtlichen Aspekte des Vertrags von Lausanne, Themen wie Selbstbestimmung und Souveränität sowie die politische Lage in Kurdistan von den Vorsitzenden und Vertretern der politischen Parteien erörtert.
Erste Veranstaltung
In der ersten Sitzung beleuchteten die Autorin Evîn Çîçek, der Jurist Şehmus Özdemir und der Jurist Celal Baykara die Bedeutung des Vertrags von Lausanne aus historischer und rechtlicher Perspektive.
Zweite Sitzung
In der zweiten Sitzung diskutierten der Wissenschaftler Behrooz Şucaî, der Wissenschaftler Sharo Garîp und der Schriftsteller Diyax Polat über die Themen Freiheit, Nationalität und Staatswesen.
Dritte Sitzung
In der dritten Sitzung äußerten sich der Vorsitzende der HAK PAR, Düzgün Kaplan, der Vorsitzende der PSK, Bayram Bozyel, der Vorsitzende der PWK, Mustafa Özçelik, der Vorsitzende der PAKURD, Gewran Goyî, und der Abgeordnete der PDKS, Cemal Meraî, zur politischen Lage in Kurdistan.
Erklärung des Treffens
Am Ende der Konferenz verlas der Vorsitzende des Kurdischen Instituts von Lausanne, Necat Zanyar, die Abschlusserklärung und sagte: „Wir wollten in einem historischen Moment, an einem historischen Ort, ein historisches Zeichen setzen.“
Die wichtigsten Punkte der Erklärung:
- Das Recht auf Selbstbestimmung ist universell: In der Erklärung wurde bekräftigt, dass das Recht auf Selbstbestimmung ein universelles Recht ist, das in Artikel 1 der Charta der Vereinten Nationen (UN) verankert ist. Daher müssen auch die Kurden wie alle Völker der Welt ihre Selbstbestimmung verwirklichen.
- Kurdistan ist eine nationale Frage: Es wurde betont, dass die Frage Kurdistans nicht nur eine Frage der Demokratie, der Menschenrechte oder der Umwelt ist, sondern eine nationale Frage, die all diese Aspekte in sich vereint. Necat Zanyar wies darauf hin, dass die Kurden seit mindestens 300 Jahren ihr Recht auf nationale Selbstbestimmung einfordern.
- Das bestehende System: Die Erklärung befasste sich mit der Veränderung des bestehenden Systems im Nahen Osten und weltweit und stellte fest, dass die Freiheit und Selbstbestimmung der Kurden die Regierungskrise in der Region lösen und ein neues Gleichgewicht schaffen können. Das Föderale Kurdistan und die Selbstverwaltung von Rojava wurden als zwei wichtige Beispiele hervorgehoben.
Einheit der Kurden, Frieden unter den Nachbarn: Als wichtigstes Ergebnis wurde das Prinzip „Einheit der Kurden, Frieden unter den Nachbarn“ bekräftigt und der Konsens erzielt, dass die größten Herausforderungen für Kurdistan die Einheit und die Zusammenarbeit sind.
Anerkennung der Unterstützer des Instituts
Im Anschluss an die Konferenz wurden den Förderern des Kurdischen Instituts in Lausanne Plaketten überreicht.

