Als Kurdisches Institut Lausanne, das sich auf das Prinzip des Selbstbestimmungsrechts der Kurden stützt, richten wir folgenden Appell an die internationale Öffentlichkeit, insbesondere an die Vereinigten Staaten und Frankreich:
1. Es müssen dringend alle notwendigen Maßnahmen ergriffen werden, um eine humanitäre Tragödie und weitere zivile Todesopfer in der Region Rojava-Kurdistan in Syrien zu verhindern.
2- Zivilisten müssen aus den Konfliktgebieten ferngehalten werden.
3- Eine Demokratisierung Syriens ist kurz- und mittelfristig nicht möglich. Um die Rechte ethnischer und religiöser Gruppen zu schützen, muss daher in Syrien ein föderales System etabliert werden.
4- In der Region Rojava-Kurdistan sollte eine kurdische Verwaltung nicht auf Parteibasis, sondern auf der Grundlage nationaler Rechte errichtet werden, und diese Verwaltung sollte Teil des föderalen Systems Syriens werden.
5- Die Unterdrückung der Kurden durch Gewalt mag kurzfristig als Lösung erscheinen, doch mittel- und langfristig wird sie zu einer Verschärfung der bestehenden Krise führen. Die Geschichte wird sich wiederholen.
Mit freundlichen Grüßen an alle Parteien und die Öffentlichkeit.
Kurdisches Institut Lausanne – Lausanne, 22.01.2026


